Workshop zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement im BFW Goslar

BGM Inntegrativ bfw Goslsr

BGM gemeinsam denken: kreativ, strategisch und ganzheitlich

Wie kann Betriebliches Gesundheitsmanagement nachhaltig gestaltet werden, sodass es für Mitarbeitende wirksam ist und zugleich strategisch im Unternehmen verankert wird? Mit dieser zentralen Frage beschäftigten sich am 27. April 2026 die Teilnehmenden eines Workshops zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) im BFW Goslar.

Mit dabei waren die Geschäftsführung, Teile der Unternehmensleitung, Mitglieder des Betriebsrates aus allen Standorten sowie die Verantwortlichen für BGM und BEM. Ziel des Workshops war es, ein gemeinsames Verständnis von BGM zu entwickeln, bestehende Strukturen sichtbar zu machen und den Grundstein für einen ganzheitlichen Entwicklungsprozess zu legen.

Kreativer Einstieg statt klassischem Meeting

Durchgeführt wurde der Workshop von Stefan Kuper, Organisationsentwickler und Trainer mit ausgeprägtem Praxisbezug. Nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann studierte er Wirtschaftsingenieurwesen und war mehrere Jahre am Aufbau eines Start-ups beteiligt. Dort sammelte er umfangreiche Erfahrungen in Projekt‑, Geschäftsmodell‑ und Strategieentwicklung und erkannte früh, wie entscheidend Arbeitskultur, Selbstorganisation und gemeinsame Verantwortung für nachhaltigen Erfolg sind.

Genau diesen Praxisbezug brachte Kuper auch in den Workshop ein. Schon der Einstieg zeigte: Dies sollte kein klassisches Zuhörerformat werden. Nach einer Vorstellungsrunde mit Einblicken in die jeweiligen Rollen und Aufgaben im Unternehmen folgten kreative Übungen nach der Methode LEGO® SERIOUS PLAY®.

Als Icebreaker bauten die Teilnehmenden ein imaginäres Fabelwesen mit besonderen Fähigkeiten und erläuterten, wofür diese stehen. Anschließend konstruierte jede Person einen Turm mit möglichst viel Kreativität, Stabilität und Höhe. Beide Übungen verdeutlichten eindrucksvoll, wie unterschiedlich Hintergründe, Perspektiven und Herangehensweisen sind und welchen Mehrwert diese Vielfalt für gemeinsame Entwicklungsprozesse bietet.

BGM verstehen. Zusammenhänge erkennen.

Im nächsten Schritt wurden die Inhalte und Ziele des Betrieblichen Gesundheitsmanagements gemeinsam erarbeitet. Dabei ging es um die Abgrenzung und das Zusammenspiel von Arbeits- und Gesundheitsschutz (AGS), Betrieblichem Eingliederungsmanagement (BEM) und Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF). Deutlich wurde:

BGM verfolgt das Ziel, Mitarbeitenden eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung zu bieten, Arbeitsfähigkeit zu erhalten und Zufriedenheit sowie Bindung nachhaltig zu stärken.

Themen wie Kommunikation, Führungsverhalten, Onboarding‑Prozesse, mobiles Arbeiten und flexible Arbeitszeiten spielten dabei ebenso eine Rolle wie die Frage, wie bestehende Angebote besser gebündelt und strategisch weiterentwickelt werden können.

World Café: Perspektiven zusammenführen

Ein zentraler Bestandteil des Workshops war das World‑Café‑Format. In bunt gemischten, heterogenen Gruppen arbeiteten die Teilnehmenden an vier thematischen Stationen, die von Personalleitung Bianca Rowold und Marion Heinrich begleitet wurden. Mithilfe von LEGO®‑Modellen wurden zentrale Leitfragen zum BGM bearbeitet, visualisiert und diskutiert. Nach einer festen Zeit wechselten die Gruppen die Tische, sodass jede Perspektive an jeder Station eingebracht wurde.

Die Leitfragen drehten sich unter anderem um:

  • die Positionierung der INN‑tegrativ gGmbH als gesundheitsförderndes Unternehmen,
  • die wirksame Steuerung und Vernetzung der beteiligten Akteure im BGM,
  • die Sicht‑ und Messbarkeit von Erfolgen sowie
  • klare Arbeits‑ und Entscheidungswege von der Bedarfserhebung bis zur Umsetzung.

 

Wichtige Erkenntnisse des Tages

Zum Abschluss des Workshops reflektierten die Teilnehmenden die wichtigsten Erkenntnisse. Besonders hervorgehoben wurden:

  • die Komplexität des BGM und die Notwendigkeit klarer Strukturen
  • transparente Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungswege
  • das bewusste Nutzen von Synergien
  • das Sichtbarmachen bestehender Angebote
  • die Klärung von Rollen, Zuständigkeiten und Prozessen
  • das gemeinsame Verständnis, dass BGM kein Selbstzweck ist, sondern als Dienstleistung für die Mitarbeitenden verstanden werden muss

Weitere Neuigkeiten

Das könnte Sie auch interessieren

BFW Bad Pyrmont 93.Unternehmerfrühstück

3. Unternehmerfrühstück 2026 im BFW Bad Pyrmont

INN‑tegrativ startet 2026 neue KI‑Seminarreihe für Unternehmen

Arbeitsmarktdialog Vortrag 2025 BFW Weser-Ems

Arbeitsmarktdialog 2025 im BFW Weser-Ems: Die Zukunft der Arbeit und berufliche Rehabilitation im Fokus